Vertrauen ist Dein Schicksal - Neville Goddard

Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema der Zeit und Deiner Manifestation. Es handelt sich dabei um einen Auszug aus dem Buch Faith Is Your Fortune von Neville Goddard und beschreibt die Praxis des Gesetzes auf wunderbare Weise.


"Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin."

 

Das ICH, an das Du glauben musst, ist Dein Bewusstsein; das ICH BIN – es ist Gott.

Es ist auch das Haus des Vaters, in dem sich alle erdenklichen Bewusstseinszustände befinden.

 

Jeder konditionierte Bewusstseinszustand wird als Wohnung bezeichnet.

 

Dieses Gespräch findet in Dir selbst statt.

 

Dein ICH BIN, das unkonditionierte Bewusstsein, ist der Christus Jesus, der zu dem konditionierten Bewusstsein oder dem Johannes-Bewusstsein spricht.

 

„ICH BIN JOHANNES“ sind aus mystischer Sicht zwei Wesen, nämlich Christus [Vorstellungskraft/Bewusstsein] und Johannes.

 

Also gehe ich, um einen Ort für Dich vorzubereiten, indem ich vom gegenwärtigen Bewusstseinszustand in den erwünschten Bewusstseinszustand wandere.



Der Mensch ist so ein Sklave der Zeit, dass er, nachdem er sich einen Zustand des Bewusstseins angeeignet hat, der jetzt nicht von der Welt widergespiegelt wird und der sich nicht sofort verwirklicht, den Glauben an die unsichtbare Vorstellung verliert; sofort lässt er ihn fallen und kehrt in seinen früheren Bewusstseinszustand zurück.

 

Wegen dieser Einschränkung des Menschen habe ich es als sehr hilfreich empfunden, eine bestimmte Zeitspanne zu nutzen, um diese Reise in eine vorbereitete Wohnung zu machen.

 

„Warte nur eine Weile“ 

 

Wir haben alle die verschiedenen Tage der Woche, Monate des Jahres und Jahreszeiten katalogisiert. Damit meine ich, dass Du und ich immer wieder gesagt haben: „Heute fühlt es sich an als wäre Sonntag“ oder „Montag“ oder „Samstag“. Wir haben auch mitten im Sommer gesagt: „Das fühlt sich an wie der Herbst.“

 

Dies ist ein positiver Beweis dafür, dass Du und ich bestimmte Gefühle haben, die mit diesen verschiedenen Tagen, Monaten und Jahreszeiten verbunden sind. Aufgrund dieser Verbindung können wir uns jederzeit bewusst in dem Tag oder der Jahreszeit aufhalten, den wir gewählt haben.

Definiere dieses Intervall nicht in Tagen und Stunden, weil Du darauf bedacht bist, es zu erhalten, sondern bleibe einfach in der Überzeugung, dass es fertig ist – Zeit, die rein relativ ist, sollte vollständig eliminiert werden – und Dein Wunsch wird erfüllt werden.

 

Diese Fähigkeit, in jedem Zeitpunkt zu verweilen, erlaubt es uns, Zeit für die Reise in die gewünschte Wohnung zu verwenden.

 

Nun gehe ich (das Bewusstsein) zu einem Zeitpunkt und bereite dort einen Ort vor. Wenn ich zu einem solchen Zeitpunkt gehe und eine Wohnung vorbereite, werde ich zu diesem gegenwärtigen Zeitpunkt zurückkehren und ich werde Dich in diese Wohnung, die ich vorbereitet habe, mitnehmen, damit auch Du dort bist, wo ICH BIN.

 

Lasse mich ein Beispiel für diese Reise geben.

 

Angenommen, Du hättest ein intensives Verlangen. Wie die meisten Menschen, die von der Zeit versklavt sind, könntest Du das Gefühl haben, dass Du nicht in einem begrenzten Zeitrahmen einen so großen Wunsch verwirklichen kannst. Aber wenn Du zugibst, dass für Gott alles möglich ist und glaubst, dass Gott Dein ICH-Bewusstsein ist, kannst Du sagen …

 

„Als Johannes kann ich nichts tun, aber da alle Dinge für Gott möglich sind und weiß, dass mein Bewusstsein Gott ist, kann ich meinen Wunsch in kurzer Zeit verwirklichen.“

 

Wie mein Wunsch verwirklicht wird, weiß ich nicht (als Johannes), sondern durch das Gesetz meines Seins weiß ich, dass es geschehen wird. 

 

Mit diesem Glauben fest etabliert, entscheide, was wäre ein relatives, rationales Zeitintervall, in dem ein solcher Wunsch verwirklicht werden könnte?

 

Nochmals; lasse mich Dich daran erinnern, das Zeitintervall nicht zu verkürzen, weil Du bestrebt bist, Deinen Wunsch schnell zu empfangen. Mache es zu einem natürlichen Intervall. Niemand kann Dir das Zeitintervall nennen. Nur Du kannst sagen, was ein realistisches Intervall wäre. Das Zeitintervall ist relativ, d.h. keine zwei Personen würden das gleiche Maß an Zeit für die Verwirklichung ihres Wunsches nennen.

 

Die Zeit wird immer durch das Selbstvertrauen des Menschen bestimmt.

 

Vertrauen in Dich selbst, verkürzt immer das Zeitintervall. 

 

Wenn Du an große Erfolge gewöhnt wärst, würdest Du Dir ein viel kürzeres Intervall geben, um Deinen Wunsch zu erfüllen, als der Mensch, der von vielen Niederlagen geplagt ist.

 

Wenn heute Mittwoch wäre und Du entschieden hättest, dass es durchaus möglich wäre, dass Dein Wunsch bis Sonntag erfüllt ist, dann wäre Sonntag der Zeitpunkt, den Du imaginativ besuchen würdest.

Um diesen Besuch zu machen, schließe den Mittwoch aus Deinem Bewusstsein aus und fühle Dich so, als wäre Sonntag. Beginne damit, die Kirchenglocken zu hören … fange an, die Stille des Tages und all das, was der Sonntag bedeutet, zu spüren.

 



Wenn dies geschehen ist, empfinde die Freude, dass Du nun das empfangen hast, was am Mittwoch nur ein Wunsch war. Spüre es und kehre dann zum Mittwoch zurück, dem Zeitpunkt, den Du hinter Dir gelassen hast.

 

Dabei hast Du ein Vakuum im Bewusstsein geschaffen, indem Du Dich von Mittwoch auf Sonntag imaginativ bewegt hast. Die Natur, die das Vakuum verabscheut, stürmt herein, um es zu füllen und formt so eine Form nach dem Bild dessen, was Du als wahr empfunden hast. 

 

Nachdem Du zum Mittwoch zurückgekehrt bist, wirst Du von einer positiven Erwartungshaltung erfüllt sein, denn Du hast die Voraussetzung für das, was am folgenden Sonntag geschehen muss, geschaffen. 

 

Während Du durch das Intervall von Donnerstag, Freitag und Samstag gehst, stört Dich nichts, unabhängig was die äußeren Bedingungen sagen, denn Du hast das Ende perfekt definiert und befindest Dich im Sabbat und das bleibt eine unveränderliche Überzeugung.

 

Nachdem Du gegangen bist und die Wohnung vorbereitet hast, bist Du zu Johannes zurückgekehrt und nimmst ihn durch die drei Tage mit, damit er die Freude mit Dir teilen kann, denn wo ICH BIN, da bist Du auch.


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Kommentare: 1
  • #1

    Alex (Donnerstag, 23 August 2018 21:30)

    Sehr gut und verständlich geschrieben. Danke.