Warum Du ohne Stress stirbst

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft wird Stress als Auslöser für psychische und physische Krankheiten angesehen. Leider vergisst der Mensch, dass er ohne Stress nicht leben und bereits früher sterben würde. Stress ist lebensnotwendig und ohne Stress gäbe es kein Glück.

Du bist ein Opfer des Massenbewusstseins

Glaubst Du, dass Du Stress unbedingt vermeiden musst, um ein glückliches Leben zu führen? Dieser Ansatz ist in sich bereits falsch. Der Durchschnittsmensch des Massenbewusstseins trifft seine Entscheidungen basierend darauf, dass er versucht dem kurzfristigen Schmerz zu entfliehen. Das tut er dadurch, dass er sie durch kurzfristige Freude ersetzt.

Die meisten Menschen fühlen sich durch das Leben überfordert. Es wird immer mehr Leistung gefordert und das Leben beschleunigt sich mit jedem Tag. Chronischer Stress führt zu allerhand Krankheiten und schlussendlich sogar zum Tod. Der Mensch glaubt also, dass er Stress tunlichst vermeiden muss. Doch dadurch ersetzt er den kurzfristigen Schmerz durch kurzfristige Freude - und bleibt im Massenbewusstsein gefangen.

Die Massenpropaganda und die Funktion Deines Geistes kannst Du anhand dieses Beispiels sehr gut zurückverfolgen. Alle reden davon, dass Stress negativ und gefährlich sei. Überall nistet sich diese Fremdsuggestion schnell in Deinem Unterbewusstsein ein. Ein kontemplativer Gedanke entsteht durch Beständigkeit, wenn die Anwesenheit Deines Verstandes auf ein Minimum reduziert ist.

Der kontemplative Gedanke wandert in immer tiefere Schichten Deiner Psyche und je tiefer er sich verankert, desto stärker wirken seine Impulse in Deinem Geist. Ein Sturm an der Oberfläche des Ozeans erzeugt vergleichsweise kleine Wellen im Gegensatz zu einem Erdbeben in der Tiefsee. Jene Auswirkungen sind am Festland bedeutend spür- und sichtbarer.

Und so hat sich der kontemplative Gedanke in Deinem Bewusstsein verankert, dass Du unbedingt jeglichen Stress vermeiden solltest. Die Auswirkungen sehen wir. Es gibt unzählige Entspannungsworkshops und Unterforderung wird als Freiheit verkauft. Der Mensch trifft seine Entscheidung aus dem Massenbewusstsein heraus. 

Damit will ich nicht sagen, dass bei chronischem Stress eine Auszeit falsch sei. Es ist der erste Schritt. Jedoch möchte ich Dir einfach aufzeigen, dass Du bereits bei dieser Entscheidung Dich vom Massenbewusstsein trennen kannst und zumindest langfristig denkst, denn dann wirst Du feststellen, dass der richtige Umgang mit Stress entscheidend ist.

Ohne Stress stirbst Du früher als mit Stress

Es gibt mittlerweile einige interessante Studien zum Thema Stress. Interessant deshalb, weil sich bei Langzeitstudien herausstellte, dass Menschen ohne Stress früher sterben, als jene Menschen, die unter Dauerstress leiden. 

Beide Extreme sind nicht optimal. Der Mensch neigt immer in der Not zum Extrem und das hatte bereits fatale Folgen, wenn wir einen Blick in die Vergangenheit werfen.

Weder ein Zuviel an Stress noch ein Zuwenig an Stress ist erstrebenswert. Es gäbe keine Evolution in einer stressfreien Welt. Zellen bilden keine Immunabwehr ohne Stress, dass würde bedeuten, dass der Organismus irgendwann an seinem eigenen Zellschrott zugrunde gehen würde. Du kannst nur durch Stress leben.

Wusstest Du, dass Zuviel Wasser tödlich ist? Ja, richtig gelesen. Wenn Du Zuviel Wasser trinkst, würdest Du sterben. Das ist sogar bei einigen Trinkwettbewerben eingetroffen. Ziehst Du deshalb die Schlussfolgerung, dass Wasser tödlich ist? Nein, denn ohne Wasser würdest Du auch sterben. Genauso verhält es sich mit Stress.

Ich möchte Dich dazu ermutigen, langfristig zudenken. Das macht ein Erfolgsbewusstsein aus. Falls Du überstresst bist, dann ist eine Auszeit richtig. Doch Du solltest bereits jetzt damit beginnen, eine langfristige Methode zu suchen, wie Du eine Balance herstellst, ansonsten läufst Du schnurstracks ins nächste Extrem.



Ohne Stress wirst Du nicht glücklich

Der größte Unsinn verbirgt sich in der Aussage, dass ein stressfreies Leben glücklich macht. Das ist biochemisch nicht möglich. Das Glücksgefühl ist eine hormonelle Antwort in unserem Gehirn. Diese Antwort wird durch Stress erzeugt. Ohne Stress würde der Knopf nicht gedrückt werden.

Oder in anderen Worten: Ohne Anspannung gäbe es keine Entspannung. Gerade in der spirituellen Szene wird immer vom Lebensfluss gesprochen. Dieser Fluss kann sich immer nur in einer perfekten Balance zwischen Unter- und Überforderung einstellen. Willst Du also Deinen Frieden finden, achte auf eine Harmonie zwischen beiden Extremen.

Entscheidend dafür ist, dass Du ein ziehendes Motiv in Deinem Leben hast. Und hier setzt das Gesetz der Annahme an. Du beschäftigst Dich mit Deinem Ideal und Deinen langfristigen Zielen. Zeitgleich schützt Du Dich vor der Überforderung, weil Du nicht mit Deinem Körper gegen Deinen Geist ankämpfst. Der Schutz vor Überforderung entsteht durch das Verständnis der geistigen Prinzipien.

Abschließende Worte

Man könnte noch bedeutend mehr Positives bzgl. des Stresses nennen. Es ist sehr interessant, welche biochemischen und hormonellen Reaktionen vom Stress abhängig sind. In der Psychologie gibt es zwei Krankheitsbilder, die immer stärker in den Vordergrund rücken: Burnout und Bore-out. Beim Bore-out wird der Mensch unglücklich, weil kein Stress vorhanden ist. Hierbei muss man auch zwischen zwei Arten von Stress unterscheiden: Eustress und Disstress, doch im Rahmen des Artikels wäre dies Zuviel.


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Kommentare: 2
  • #1

    Maria Theresia (Mittwoch, 21 März 2018 21:36)

    Interessant, so habe ich das noch nie gesehen. Aber stimmt, wenn alles so ruhig läuft sind die Glücksgefühle weniger, wenn man jedoch was schaffen will, unbedingt, und sich völlig verausgabt damits noch klappt, ist hinterher ein zufriedenes bis sehr glückliches Gefühl da.

  • #2

    Stella (Donnerstag, 22 März 2018 19:05)

    Das kann ich nur bestätigen. Ich habe in den letzten Jahren beide totale Extreme im Job gelebt. Zuerst war es soviel Stress, soviel Arbeit, die ich für erkrankte Kollegien und unbesetzte Stellen mit erledigt habe, dass ich am Ende etwa 55 60 Stunden in der Woche gearbeitet habe und gar nicht mehr registrieren wollte, dass ich völlig überfordert war und ein echtes Wrack. Ich konnte nicht mehr schlafen, nicht mehr abschalten, bin bei der kleinsten Kleinigkeit in Tränen ausgebrochen oder an die Decke gegangen und wusste auch nicht mehr, wie es ist, länger als drei vier Tage am Stück frei zu haben. Gebremst hat mich schlussendlich nur eine schwere Erkrankung ..Also habe ich mir einen anderen Job gesucht, der nicht einmal im Ansatz den vorangegangenen Schilderungen der zukünftigen Kollegen und Chefs entsprochen hatte. Ihrer Meinung nach war es dort abwechslungsreich mit zuviel Arbeit für einen allein und jeder Menge vielfältiger Aufgaben,..Wie ich gemerkt habe, ist "sehr viel Arbeit, Stress und Abwechslung" eine sehr subjektve Sache. Für mich war es dort so dermaßen langweilig und frustrierend war, dass ich dauernd krank geworden bin, nicht schlafen konnte und auch keinen Sinn mehr in irgendetwas gesehen habe. Keine Anforderungen keine Herausforderung, keine Vielfalt keine Abwechslung..für die Kollegen war es dort schön und so gemütlich.. Für mich - gemessen an den vorangegangenen Jahren und dem, was ich für mich möchte, der reinste Langweiler- Horror. Ich war definitiv dort noch viel unglücklicher als vorher..schlimmer noch, ich bin regelrecht in Dauerfrust abgerutscht und konnte mich zu nichts mehr aufraffen für nichts
    mehr begeistern. Ich bin darüber so depressiv geworden, dass ich nicht Mal mehr Lust hatte , morgens aufzustehen..ich wusste nicht, warum. Trotzdem war es sehr gut für mich, dass ich dort an diesem unendlich langweiligen Ort gelandet bin. Nur so habe ich dann endlich herausgefunden habe, was ich wirklich will, wo ich hingehören will, was unbedingt zu meiner Arbeit gehören soll und was nicht. Vorher wusste ich nur, was ich nicht mehr will, danach aber auch das, was ich unbedingt will. Also habe ich mich - nur zwei Wochen, nachdem ich dort angefangen habe - sofort wieder wegbeworben und zum Glück nach vier sehr qualvollen Monaten, in endlich den einen für mich genau richtigen Arbeitsplatz gefunden, in dem ich weder überfordert noch unterfordert bin. Ich darf Leistung bringen, ja genau das tun, was ich gern mache ("Dienstleister" sein mit Leib und Seele in einem Amt für Soziales) - und habe auch mal Leerlauf oder Tage an denen nicht so viel zu tun ist. Die Balance dort ist perfekt für mich und so gehe ich nun abends erfüllt, aber müde heim. Morgens gehe ich auch wieder gern dort hin. Es gibt auch dort Tage, an denen alles zu viel ist; ich nicht weiß, wie ich fertig werden soll und es gibt auch Tage, an denen ich es echt langweilig finde. Es gibt auch Tage, an denen ich keine Lust habe oder am liebsten direkt wieder gehen würde..Aber die Mischung ist perfekt für mich, weil es insgesamt ein Gleichgewicht hat.