Mein bester Freund - Der Verstand

Es scheint in spirituellen Kreisen eine Einigkeit darüber zugeben, welche Rolle der Verstand oder das Ego einnimmt; der Erzfeind des menschlichen Daseins. Für Neville Goddard war der Verstand jedoch lediglich ein widerspenstiges Tier und kann Dein treuster Freund sein, wenn Du ihm Raum dafür gibst.

Beziehe ihn mit ein

Zunächst ist es wichtig, dass Du verstehst, dass Du nicht Dein Ego oder Verstand bist. Du bist bedeutend größer und reinstes Sein - ICH BIN; Ewigkeit & Unendlichkeit - verbunden mit allem. 

Aus dem ICH BIN (Gott) ist alles entstanden und die Schöpfung ist bereits abgeschlossen und sie ist gut. Demnach kann auch der Verstand nicht böse sein, sondern ist ein vollkommener Teil der Schöpfungsgeschichte. Er wurde nur falsch durch äußere Einflüsse konditioniert; er hört nicht mehr auf Dich und stellt sich häufig quer.

Der Versuch den Verstand aufzulösen, kann ein Teil der spirituellen Reise sein, aber es ist kein Muss und es gibt einen - meiner Ansicht nach - besseren und wundervolleren Weg: Du reichst ihm die Hand. Neville Goddard sagte, dass der Verstand ein widerspenstiges Tier sei und deshalb hat er ihn trainiert.

Beim Training geht es lediglich um das Verändern einer bestimmten Annahme. Dein Verstand wurde so geprägt, dass er glaubt, es müsse X passieren, damit Du Dich Y fühlen kannst und weil jede Annahme durch Beständigkeit zur Tatsache wird, hat er viele Beweise für diese Annahme gefunden. Das macht die Annahme nicht wahr, sondern zeigt nur, aus welcher Perspektive Du Deine Welt wahrgenommen hast, doch Du kannst die Brille absetzen.

Das Gesetz der Annahme trifft nämlich eine konträre Aussage: Du fühlst erst Y und dann passiert X. Dafür hast Du wenig Beweise, da Du diese Annahme nicht hattest. Um Deinen Verstand neu zu konditionieren, muss er belohnt werden. Wie? Durch Beweise der neuen Annahme. Da das Gesetz eine Wahrheit ist, kann es nicht widerlegt werden. Du wirst es Dir durch das Testen beweisen und je mehr Beweise Du hast, desto mehr wird Dein Verstand überzeugt und wird zu Deinem Freund.

Fragen, Fragen, Fragen ...

Eines der häufigsten Probleme liegt darin, dass man versucht, die Kontrolle über den Verstand zu erlangen und ihn dann mit der Peitsche zu konditionieren. Mit der Brechstange versucht man, so zu fühlen, als wäre X bereits wahr oder mit etlichen Affirmationen versucht man, den Verstand zu überzeugen.

Doch je mehr Du es mit der Peitsche versuchst, desto aggressiver wird der Verstand und stellt sich immer mehr gegen Dich und Deine Ziele. Behandle ihn wie einen wichtigen Teil der Schöpfung und beziehe ihn einfach mit ein. 

Der Verstand wurde von Beginn Deiner Geburt so konditioniert, dass er einen Automatismus entwickelte: Wird er gefragt, sucht er sofort nach einer Antwort. Wenn der Verstand Dein bester Freund werden soll, dann gelten die gleichen Regeln, wie bei einer zwischenmenschlichen Beziehung; Nehme ihn ernst. 

Egal, welche Antwort er Dir gibt, betrachte sie und nehme sie an. Lasse Dich von diesen Antworten auf Deinem Weg begleiten und kämpfe nicht dagegen an. Neville Goddard wusste darüber Bescheid, weshalb er mit sehr vielen Fragen arbeitete, um sich in einen Bewusstseinszustand hinzureden. 

Was wäre, wenn ...

Was wäre, wenn - Fragen sind sehr machtvoll, da sie automatisch Deine Vorstellungskraft öffnen und bestimmte Grenzen verschieben. Was wäre, wenn Du Millionär wärst? Was wäre, wenn Du 120 Jahre alt wirst? Was wäre, wenn es für Dich keine Konsequenzen gäbe? Was wäre, wenn Du in einer glücklichen Partnerschaft bist? 

Ohne Dein aktives Zutun sucht der Verstand nach Antworten und zeigt Dir mentale Bilder, wie es sein könnte und je mehr Bilder er Dir gibt, desto tiefer tauchst Du in das erwünschte Selbstbild ein. Das dazugehörige Gefühl entsteht somit von ganz alleine. Wenn der Verstand Dir keine Antworten mehr geben kann, dann frage Dich einfach, wie Du Dich nun fühlst: Wie fühlst Du Dich jetzt? 

Was wären die schönsten Dinge, wenn Dein Wunsch bereits wahr ist? 

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Das Vertrauen des Verstandes

Häufig machen wir es auf unserer spirituellen Reise unnötig schwer. Wir haben über viele Jahre hinweg, negative Erfahrungen bzgl. unserer Wünsche gemacht und aus einem Akt des Willens und des Schmerzes wollen wir nach den Sternen greifen. Es ist logisch, dass je mehr Du versuchst gegen Deinen Verstand zu arbeiten, desto mehr wird er versuchen, Dich vom Gegenteil zu überzeugen. 

Auch hierfür gibt es eine einfache Möglichkeit, von vornerein den Verstand etwas auszubremsen. Wenn Du genau weißt, was Du willst, dann frage ihn einfach: Wann wäre es für mich möglich? Auch auf diese Frage kommt automatisch eine Antwort und sie wird Dir sagen, inwiefern Dein Verstand mitspielt. Wenn die Antwort lautet, dass es unmöglich sei, dann frage ihn, was wäre möglich? Arbeite mit Teilzielen und trainiere ihn smart, anstatt hart - dadurch wird es bedeutend müheloser. In dieser Welt rennt nichts weg, wir befinden uns auf einer Reise. 

Mit dem Verstand pilgern

Die Anwendung des Gesetzes ist recht leicht. Wisse was Du willst - Gehe zum Ende, bis das Verlangen gestillt ist (Bewegung im Geist). Wenn Du dafür den Verstand als Freund behandelst, wird die Bewegung fast automatisch geschehen. Beständigkeit wird ihn dann graduell überzeugen und der Grad der Überzeugung zeigt sich in Deiner Außenwelt. (Für die beständige Selbstüberzeugung dient die Schlaflied-Methode oder Szenetechnik.)

Nun gibt es noch den Weg. Der Weg kann manchmal steinig und schwer sein. Auch gewisse Tiefpunkte gehören dazu, damit wir an ihnen wachsen und somit immer mehr in den erwünschten Bewusstseinszustand eintauchen. 

Ob eine Situation gut oder schlecht ist, ist nur eine Bewertung Deines Verstandes. Auch hier gilt: Frage ihn die richtigen Fragen und er wird sich weniger querstellen. Zwei Fragen, die in solchen Situationen helfen können, lauten: 

Was ist großartig daran? (Und es gibt immer etwas, lasse dem Verstand Zeit bei der Suche einer Antwort)

Wie kann ich das zu meinem Vorteil nutzen? (Du kannst daran wachsen!)

Abschließende Worte

Du wirst feststellen, dass es ein einfacher Weg ist, wenn man mit seinem Verstand arbeitet und Du wirst ebenso feststellen, dass je mehr er auf Deiner Seite ist, desto wundervoller wird das Spiel des Lebens.

Ein letzter Ratschlag: Entspanne mehr! Setze Dich mit Deinem Verstand an einen Tisch und werde gelassen, dann wirst Du seine Antworten auch verstehen. Man versteht sich kaum, wenn man in einer lauten Kulisse miteinander redet.


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