Die 3 häufigsten Fehler in der Szenetechnik

Die Szenetechnik von Neville Goddard ist wohl die meistgenutzte und bekannteste Methode seiner Lehren und dennoch ergeben sich oft grobe Fehler in der Umsetzung, die es verhindern, dass man in ein neues Selbstbild eintaucht. Hier sind 3 der wohl häufigsten Fehler. 

Fehler Nr. 1 - Single Act

Der erste Fehler bezieht sich auf die ausgewählte kurze Handlung, die Du während der Meditation beständig wiederholen sollst. Neville Goddard hat zwar nie eine generelle Zeitangabe gemacht, dennoch in seinen Beispielen wurde deutlich, dass es sich eher um ein dynamisches Standbild handelt, anstatt eines ellenlangen Films. 

Jede Sekunde Deines Lebens ist Deine Manifestation. Es ist nicht so, dass Du nur Deine Träume und Ängste manifestierst, nein, Du manifestierst jeden Schritt, den Du gehst. Auch in diesem Moment hast Du manifestiert, dass Du diesen Artikel liest und genauso manifestierst Du heute noch, dass Du schlafen gehst. Wenn Du nun für einen kurzen Augenblick an das Schlafen denkst, welche Vorstellung springt in Deinen Geist? Siehst Du Dich, wie Du zunächst Deine Zähne putzt, Dich ausziehst, das Fenster einen Spalt öffnest, die Bettdecke ausschüttelst, das Licht ausmachst und in welcher genauen Position Du Dich ins Bett legst? Nein; Du hast nur ein mehr oder weniger dynamisches Bild, wie Du im Bett liegst. Vielleicht fühlst Du die weiche Matratze oder nimmst sogar nur wahr, dass Du liegst. Deshalb beschränke Deine Szene nur auf einen kurzen Augenblick. 

Mittlerweile sind ja die sogenannten GIF Dateien kaum mehr bei Facebook wegzudenken. Sicherlich kennst Du auch diese kurzen dynamischen Bilder, die eine bestimmte Message bestätigen sollen. Genauso sollte Deine Szene sein. Wenn Dir jemand gratuliert, dann rede nicht noch über das Wetter und wie es Deinem Freund geht, sondern richte Deine Aufmerksamkeit auf den kurzen Dialog, der Deinen Erfolg bestätigt und wiederhole diesen beständig bis es sich echt anfühlt.

Fehler Nr. 2 - Big Dreams

Der zweite Fehler; zu große Wünsche. Zwar sagte ich, dass Du Deinen Wunsch nicht unnötig konditionieren solltest, was aber eher darauf bezogen ist, dass Du zu viele unnötige Details reinbringst, anstatt dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, dennoch solltest Du Deinen Wunsch annehmen können. Stelle Dir also vor Deiner Meditation folgende Frage:

Glaube ich, dass ich daran glauben kann? 

Es ist völlig normal, dass Du am Anfang gewisse Zweifel hast und deshalb gehen wir in den Dämmerzustand, damit der Verstand ruhiger wird, aber wenn Deine Zweifel wie Giganten wirken, dann wird der Dämmerzustand nicht wirklich helfen und vor allem im Wachzustand wirst Du dauerhaft aus Deiner Annahme fallen. Wenn Dein Wunsch finanzielle Freiheit ist und Du glaubst, diese nur zu erreichen, wenn Du Millionär bist, aber Dein Leben lang nur finanzielle Rückschläge hattest, dann wird es mit dem Vertrauen unnötig schwer. Vielleicht fällt es Dir am Anfang leichter, wenn Du davon ausgehst, dass Du Dein monatliches Einkommen verdoppelst. Vielleicht ist aber auch das noch zu viel in Deiner aktuellen Situation und Du traust Dir nur die Hälfte der Hälfte zu. Im Endeffekt ist das Gefühl entscheidend. Nicht immer manifestiert sich die Szene oder der genau beschriebene Wunsch, sondern das Gefühl, welches dahinter steht. Wenn Du also Deiner Annahme des doppelten Einkommens glauben kannst, dann kann es durchaus sein, dass es verdreifacht wird. 

Wenn Du einigermaßen sicher mit den Lehren bist, weil Du unzählige Manifestationen als Beweis hast, dann wirst Du automatisch größere Wünsche manifestieren. Als Kind lernen wir stehen, dann laufen wir langsam ein paar Schritte, werden schneller und irgendwann rennen wir. Also mache Dir keinen Druck, sondern beginne mit kleineren Wünschen und erarbeite Dir Dein Vertrauen.

Fehler Nr. 3 - Kein Ende in Sicht

Der dritte Fehler bezieht sich allgemein auf den Wunsch und auch auf die kurze Szene. Der Verstand wurde so sehr auf das Wie geschult, dass es schwierig ist wirklich ans Ende des Verlangens zu gehen. Wir meinen, dass wir am Ende wären, aber in Wirklichkeit ist es nur ein WIE und nicht das ENDE.

"Das Ende ist da, wo wir beginnen!" - Neville Goddard

Das wohl bekannteste Beispiel ist der Lottogewinn. Der Lottogewinn ist nicht das Ende, denn das Ende ist immer ein Gefühl; finanzielle Freiheit, Gesundheit, Liebe, Freude, Dankbarkeit etc. Das heißt nicht, dass man nicht mit solchen Dingen spielen kann, dennoch sollte man nicht das Wesentliche aus den Augen verlieren. Wer sich auf den Lottogewinn versteift, der schließt alle Türen und lässt nur eine Tür offen. Wir versuchen jedoch alle Türen offen zulassen. Wenn Du einen Punkt auf ein Blatt Papier malst und dann einen Kreis um diesen Punkt ziehst, dann frage Dich, wie viele Möglichkeiten hättest Du nun, um den Punkt zu erreichen? Unzählige! Dein Wunsch ist der Punkt und es gibt so viele Möglichkeiten, wie dieser Wunsch erfüllt werden kann und die meisten Möglichkeiten entziehen sich Deinem Verstand. 

Du kannst ganz leicht feststellen, ob Du wirklich am Ende bist oder nicht. Zum einen frage Dich, ob Du auf das Wichtige achtest - Das Gefühl - und zum anderen frage Dich folgende Frage:

Stehen mir alle Türen offen? 

Finanzielle Freiheit kannst Du durch einen Lottogewinn erreichen, aber genauso gut kann es eine zündende Idee sein. Lass die Türen offen, dann zweifelt Dein Verstand weniger.


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Kommentare: 1
  • #1

    Tanja (Donnerstag, 09 November 2017 23:14)

    Toll und vor allem supergut verständlich geschrieben, trifft immer den Punkt und ist sehr eingängig. Vielen Dank!