Revision - Der eigene Aufhebungsvertrag

Eine Methode, die noch für einige schwierig zu meistern ist, ist die Revisionsmethode von Neville Goddard. In diesem Artikel erfährst Du zum einen, was die Revisionsmethode ist und vor allem, wie Du sie in Deinen Alltag effizient integrierst. 

Loslassen bedeutet sich selbst zu vergeben

Die Revisionsmethode arbeitet mit Erinnerungen, dass ist erstmal der einzige Unterschied zu der Methode, die ich in den Basics erkläre. Während Du bei der herkömmlichen Methode Deine Zukunft gestaltest und sie in die Gegenwart ziehst, um sie zu erleben, richtest Du bei der Revisionsmethode Deine Aufmerksamkeit auf die Vergangenheit. Vergangenheit und Zukunft sind sich ziemlich ähnlich, denn tatsächlich sind beide Zeiten nur Illusionen in unserem Geist. Natürlich haben wir das eine bereits erlebt und das andere wollen wir erleben, aber wenn man Zukunft und Vergangenheit auf einen gemeinsamen Nenner bringen würde, so würde man feststellen, dass beides in diesem Moment nur Fantasien sind. 

Vergangenheiten haben zwei konträre Seiten. Wir haben Erinnerungen, die wir mit schönen Gefühlen verbinden und das sind wertvolle Ressourcen für unsere Meditation, dann gibt es leider auch die unschönen Erinnerungen, die uns zügig aus dem erwünschten Selbstbild reißen und uns mit einem Gefühl der Angst und Unzufriedenheit zurücklassen. Hier setzt der Aufhebungsvertrag an. 

Es ist nicht so, dass Du die tatsächliche Vergangenheit veränderst, sofern Du davon ausgehst, dass es eine Tatsache ist, aber Du kannst Deinen Geist neuprogrammieren. Gehen wir davon aus, dass Du sehr schlechte Erfahrungen mit Männern oder Frauen gemacht hast und immer, wenn Du einen neuen Menschen kennen lernst und intimer werden willst, kommt diese lähmende Erinnerung aus dem Hintergrund gesprungen und übernimmt die Kontrolle Deiner Vorstellungskraft und Gefühlswelt. Gefühle entfalten sich. Gefühle sind das Geheimnis, demnach sollte es nicht überraschen, wenn Du plötzlich erneut eine ähnliche Erfahrung machst und in Deinem Liebesleben enttäuscht wirst. 

Eine Lüge wird durch Beständigkeit zur Wahrheit, das gilt auch für Deine Vergangenheit. Meditiere doch mal über folgende Frage: Was wäre denn, wenn Du alle unliebsamen Erinnerungen plötzlich vergessen würdest? Was wäre in unserem Beispiel denn anders? Wie warst Du, bevor Du das negative Erlebnis durchmachen musstest? 

Du wirst feststellen, dass der Unterschied in Deiner Vorstellungskraft zu finden ist. Du stellst Dir trotzdem etwas vor, aber etwas Schönes. Und schon sind wir mittendrin.

Einen Anker setzen

Die erste Veränderung, die Du durch die Revisionsmethode erfahren wirst, ist eine Ankersetzung. Bekanntgeworden ist der Begriff vor allem durch das NLP, da man feststellte, dass wir gewisse Gefühle durch bestimmte Gewohnheiten immer wieder hervorrufen können. Wenn Du Dir zum Beispiel vorstellst, wie Du am Strand liegst und die Seele baumeln lässt, bis Du in das Gefühl der Entspannung eintauchst und dann Dein Ohrläppchen kneifst und das beständig wiederholst, wirst Du irgendwann das Gefühl der Entspannung spüren, wenn Du Dir das Ohrläppchen kneifst und genauso ist es zunächst mit der Revision. 

Du musst nicht das ganze damalige Ereignis verändern, Du musst Dich nicht mal damit befassen (Und meistens ist es auch besser so!). Deine imaginative Handlung muss keine Gemeinsamkeit mit dem realen Ereignis haben. Revision ist immer gefühlsbezogen und nicht situationsbezogen. 

Wenn Du zum Beispiel schlechte Erfahrungen mit einem eifersüchtigen Partner gemacht hast, dann kann Deine imaginative Handlung ein Spaziergang mit dem Hund sein. Du weißt ja vor Deiner Meditation, welche Szene Du revidieren willst und demnach wird zwischen der imaginativen Handlung und der Erinnerung ein Anker gesetzt und immer, wenn Du Dich an das unschöne Ereignis erinnerst, wirst Du automatisch auch die revidierte Handlung im Kopf haben und nun musst Du nur noch Deine Aufmerksamkeit auf die richtige Szene richten. Sollte es mal nicht funktionieren, ist das nicht schlimm, revidiere es einfach, indem Du Dir vorstellst, wie es gewesen wäre, wenn Du Dich an das richtige Ereignis erinnert hättest … was passiert? Du erinnerst Dich automatisch an Deine revidierte Handlung und erlangst das Gefühl dessen, welches Du entfalten willst. 

Bei der Revision gelten die gleichen Schritte, wie für die Basics

1. Definiere Deinen Wunsch. Welches Gefühl willst Du erleben, welches Selbstbild willst Du erreichen und verkörpern?

 

2. Entwerfe eine kurze Szene, die impliziert, dass Dein Wunsch bereits erfüllt ist. 

 

3. Gehe in den Dämmerzustand und wiederhole die imaginative Handlung wieder und wieder, bis Du das Gefühl des erfüllten Wunsches erlangt hast, zu wissen, dass es sich in der Außenwelt zeigen wird. 

Der Unterschied ist nur, dass Du zuvor einen Anker setzt mit der Erinnerung, die Du durch das neue Ereignis verdrängen möchtest. Du machst prinzipiell nichts anders, außer dass Du vor dem ersten Schritt (Nennen wir ihn Schritt 0) Deine unliebsame Erinnerung hast. 

Die Revisionsmethode ist vielfältig nutzbar und gerade die Vielfältigkeit führt häufig zur Verwirrung. Deshalb mache es Dir einfach und nutze sie zunächst für die Erinnerung, an die Du Dich sehr häufig zurückerinnerst und weißt, dass es nicht mit Deinem Wunsch harmoniert. 

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Wie ich das mache

Nun möchte ich Dir noch kurz erzählen, wie und wann ich die Revisionsmethode nutze. Ich verwende sie mittlerweile recht sparsam. Nicht, weil ich nur wenige negative Erinnerungen habe, sondern weil ich eher mit der Zukunft arbeite, als mit der Vergangenheit. Schon die Bibel sagt „Lass die Toten ihre Toten begraben“

Ich nutze die Revisionsmethode meistens direkt, wenn eine Handlung stattgefunden hat, die nicht zu meinem Selbstbild passt. Da jeder Tag ein großartiger Tag ist, passt nichts in meinen Alltag rein, was mir ein ungutes Gefühl gibt. ABER ich revidiere nie situationsbezogen. Ich habe eine Szene, wie ich abends im Bett liege und mir vorstelle, dass es ein großartiger Tag war, dass viele Dinge eingetroffen sind, die mich meinen Wünschen näher gebracht oder erfüllt haben. Wenn also etwas passiert … ein Gespräch, eine negative Schlagzeile oder ein anderes Unglück, dann gehe ich ans Ende des Tages, mache das Irgendwann zum JETZT und das Irgendwo zum HIER und fühle, dass es ein großartiger Tag war und sage es zu mir selbst und mich erfüllt ein Gefühl der vollkommenen Zufriedenheit. Ich bleibe in dieser Annahme solange, bis ich nicht mehr an das negative Ereignis denke, bis mich das Gefühl umarmt hat.

Es gibt noch ein weiterer Einsatz der Methode, nämlich dann, wenn die Meditation nicht wie erwünscht verlaufen ist UND um die Meditationszeit zu verkürzen. 

Wenn Du also eine halbe Stunde benötigst, um in das Gefühl einzutauchen, dann revidiere es im Anschluss und stelle Dir vor, es hätte nur zwanzig oder sogar nur zehn Minuten gedauert. Wenn Du Schwierigkeiten hattest, in den Dämmerzustand zu gelangen, dann revidiere es im Anschluss Deiner Meditation und stelle Dir vor, dass Du in wenigen Minuten vollkommen entspannt warst. Das Gleiche gilt für die ICH BIN – Meditation, was einfach nur ein Zustand ist, wo Du Deinen Körper nicht wahrnimmst und jegliche Menschkonzeption (Glaubenssätze, soziale Zugehörigkeit, Erinnerungen, Zukunftspläne, Wünsche und Überzeugungen) fallen gelassen hast und einfach nur MENTAL gegenwärtig bist, ein Gefühl dessen, dass wir alle eins sind. Auch, wenn Du glaubst, Nevilles Lehren wären schwierig in der Umsetzung, revidiere es und stelle Dir vor, dass Du bereits ein Meister der Manifestation bist und das schon seit Deiner Kindheit. Wie fühlt es sich an, wenn Du davon ausgehst, dass Du schon viel früher die Lehren von Neville Goddard gekannt und angewendet hättest? 

Wenn Du es so machst, garantiere ich Dir grandiose Manifestationen, die Dich Schritt für Schritt in Dein erwünschtes Selbstbild bringen, Du musst Dir nur vertrauen. 


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