Pacing - Das Selbstgespräch zum Ende hin

Wie mächtig Suggestionen sind, wissen bereits viele Menschen, denn tagtäglich sind wir unzähligen Suggestionen ausgesetzt, sei es durch Werbeplakate, Fernsehwerbung, Nachrichten, Freunde und Mitmenschen. Die stärkste Suggestion ist unser Selbstgespräch und Neville nutzte es, um sich in den Zustand des erfüllten Wunsches hineinzureden. 

Entspannt in den Dämmerzustand

Zwar betone ich häufig, wie wichtig es ist, dass man vom Ende herausdenkt, doch nicht immer ist es sofort möglich, weil man im gegenwärtigen Selbstbild gefangen ist und das Ende in weiter Ferne ist. In vielen spirituellen Erfahrungen von Neville Goddard erkennt man, dass er sich in den Zustand hineingeredet hat, bevor er sich in dem neuen Selbstbild vollkommen fallen ließ. Der Vorteil des Selbstgespräches liegt vor allem in der Führung unserer Aufmerksamkeit. Wenn ich mich frage, was ich sehe, dann stelle ich mir automatisch vor, was ich sehe, denn meine Aufmerksamkeit folgt dem Selbstgespräch. So kann ich Stück für Stück meine Imagination lebendiger werden lassen, bis ich im Ende bin und das erwünschte Selbstbild ausfülle. 

Ein Selbstbild, dass eine magische Wirkung entfaltet, ist der Dämmerzustand. Auch die Tiefenentspannung ist nur ein Bewusstseinszustand bzw. Selbstbild, kein Mysterium. Das autogene Training nutzt das Selbstgespräch, um in den Zustand der Tiefenentspannung einzutauchen und je häufiger man diese Technik verwendet, desto stärker wirken die Autosuggestionen und desto zügiger gelangt man in den Dämmerzustand.

Frage Dich, wie fühlt sich die Entspannung an? Denke kurz an einen Moment zurück, an dem Du vollkommen entspannt warst. Die Atmung wurde flacher? Dann sage Dir: „Meine Atmung wird immer ruhiger und gleichmäßiger.“ Deine Beine fühlten sich schwer an? Dann sage Dir: „Meine Beine fühlen sich immer schwerer an.“ Finde für Dich passende Autosuggestionen und fühle wie Dein Körper sukzessiv entspannt, bis Du schlussendlich in der Entspannung bist. Wenn Du es beständig machst, wirst Du sekundenschnell in den Dämmerzustand gelangen und das zu jeder Zeit, ergo wirst Du immer Deine Vorstellungskraft in die erwünschte Richtung lenken. 

Denke darüber nach

Es gilt für alle Bewusstseinszustände. Wenn Du nicht direkt in das Ende eintauchen kannst, dann DENKE dich hinein. Wenn Dein Wunsch finanzielle Freiheit ist oder ein bestimmter Betrag, dann frage Dich, was wäre, wenn es verwirklicht ist. Was würdest Du alles tun wollen, wie würdest Du Deine Mitmenschen sehen, wie würden Deine Mitmenschen Dich sehen, wie wäre Dein Selbstgespräch und mit wem würdest Du Deinen Erfolg teilen? 

Schritt für Schritt rückt die momentane Außenwelt in den Hintergrund und Du gehst in Deiner Vorstellung auf. Nehme Dir eine Szene und fixiere sie in Deinem Geist, die impliziert, dass Dein Wunsch bereits erfüllt ist und dann wiederhole diese Szene wieder und wieder, bis ein Gefühl des Wissens, dass es bereits so ist, entsteht. Während Du die Szene wiederholst, kannst Du Dich weiterhin im Selbstgespräch in die Szene hineinreden. Führe einen inneren Dialog und arbeite mit Fragen, denn jede Frage benötigt eine Antwort. Frage Dich, was Du siehst, hörst, fühlst, riechst und schmeckst. Je mehr Details, desto realer wird es für Dich. Es geht nicht darum, dass Du ein perfektes Abbild der Außenwelt erschaffst, gehe nur soweit, wie Du gehen musst, damit Du Dich in Deiner Vorstellung wohl fühlst. Manchmal reicht es nur, etwas zu hören oder zu sehen, um in das Gefühl des erfüllten Wunsches einzutauchen. 

Nachdenken und Herausdenken gehen Hand in Hand. Das eine führt unweigerlich zum anderen, wenn man die Idee in seinem Geist fixiert. Denke darüber nach, denke Dich hinein und FÜHLE Dich heraus. Glaube nicht, dass das viel Zeit benötigt, mit ein wenig Übung gelangst Du in wenigen Minuten in den erwünschten Zustand. 

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Probiere es mit Pacing

Die Aufmerksamkeit folgt dem Selbstgespräch. Manchmal werden wir vom erwünschten Selbstbild umarmt und umschlossen, doch ab und an rutscht und das Selbstbild bzw. das Gefühl vom Leib. Pacing bedeutet Schrittsteuerung, das bedeutet, ich gehe einen Schritt zurück und dann zwei Schritte nach vorn, ich passe mich meiner Aufmerksamkeit an. Das Gesetz des entgegensetzten Aufwands besagt, dass wir das gegenteilige Ergebnis erhalten, wenn wir versuchen uns zwanghaft in den Zustand hineinzuversetzen, denn wir entfalten das Gefühl von Zwang und nicht das erwünschte Gefühl. Damit kein Zwang entsteht, geben wir unserer Aufmerksamkeit etwas Spielraum und lassen es zu, dass sie in einem festgelegten Rahmen wandert. Wir denken darüber nach, dann denken wir heraus, gehen wieder zum Nachdenken und dann wieder zum Herausdenken. 

Gehen wir davon aus, dass Dein Wunsch ein eigenes Haus ist. Du denkst darüber nach, wie es wäre, wenn der Wunsch bereits erfüllt ist. Wie es sich wohl anfühlt, wie Du Dich selbst siehst, wie Du Deine Umwelt siehst und wie Du wohl denkst und mit Dir redest. Schritt für Schritt kleidest Du Dich im neuen Selbstbild. Du wählst eine Szene aus und möchtest abtauchen, WISSEN, dass es nun so ist. Du fragst Dich, was Du siehst und wie sich die Kleidung auf Deiner Haut anfühlt, welche Geräusche Du wahrnimmst, was Du in dem Moment zu Dir selbst sagst und tauchst immer weiter in Deine Vorstellung ein. Für einen kurzen Moment redest Du nicht mehr mit Dir selbst, sondern Dein Fokus liegt nur noch auf der imaginativen Handlung und plötzlich rutscht Du wieder raus. PACING. Du redest Dich wieder in die Szene hinein, bis Du sie erlebst und wiederholst sie so oft, bis Du entweder das Gefühl fängst und darin verweilst ODER erneut rausrutscht und Dich abermals hineinredest. 

Denke daran: Je häufiger Du es ausführst, desto natürlicher wird es und desto zügiger wirst Du in den erwünschten Zustand eintauchen, weil Du weißt, welches Selbstgespräch, sprich welche Autosuggestionen Du setzen musst, damit Du mit der Vorstellung völlig verschmilzt. 


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