Wie mir Drogen Nevilles Lehren offenbarten

Lange Zeit habe ich es niemanden erzählt und es als mein dunkles Geheimnis behalten, doch mittlerweile gehe ich damit offen um und gebe zu, dass ich fast ein ganzes Jahr nur mit Drogen überlebt habe. Rückwirkend zeigt mir die Zeit, dass Nevilles Lehren schon damals funktionierten, jedoch habe ich das Gesetz der Annahme nicht bewusst angewendet.  

Ein Leben auf Drogen

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da wusste ich nicht, wohin ich eigentlich will. Alles schien so fest und unveränderbar, so dass ich zu dem Entschluss kam, dass ich mich einfach mit meinem Schicksal arrangiere und das Spiel mitspiele. 

Das war erstmalig der Zeitpunkt, an dem ich meine Träume begraben habe, denn ich dachte, dass es mir nicht vorbestimmt ist, jemals meine Träume zu verwirklichen. Das gaukelte mir zwar ein Gefühl der Freiheit vor, jedoch war ich orientierungslos, da ich kein bestimmtes Lebensziel mehr verfolgte. 

Es ist ein unglaublicher Schmerz in den tiefen unserer Selbst, wenn wir uns selbst aufgeben, weil wir glauben, es gäbe keinen Ausweg und wir liefern uns bedingungslos aus. Dieser Schmerz kam schleichend, zunächst redete ich mir noch ein, dass es vielen Menschen genauso geht und es deshalb völlig in Ordnung sei, doch je mehr ich meine wahre Identität aufgab, desto schmerzhafter wurde es, weil ich wusste, dass sich wohl niemals etwas ändern wird. 

Die Lösung war erdenklich einfach. Ich wusste, dass es Drogen gibt, die die Symptome mildern und mich den Schmerz vergessen lassen und den Zugang hatte ich. Also fing ich an meinen Schmerz zu unterdrücken und nahm diverse Amphetamine zu mir, nicht um eine lange Nacht durchzustehen, sondern um irgendwie zu leben. 

Über mehrere Monate nahm ich täglich etwas zu mir. Es begann morgens, bevor ich meinen Kaffee getrunken habe, zog sich über den Mittag und am Abend, wenn die Wirkung nachließ, gab es Schlaftabletten und Marihuana, um wenigstens ein paar Stunden zu schlafen. Im Durchschnitt schlief ich 3 Stunden, dass machte mir wenig aus, denn ich hatte ja meinen Wachmacher. 

Drogen verändern unsere Vorstellung

Es ist bekannt, dass Drogen einen Einfluss auf unserer Gefühlswelt haben. Unter Amphetaminen fühlt man sich leicht euphorisch, könnte jeden Menschen umarmen und die Zeit vergeht rasend schnell. Ich ging meinen Sport nach, arbeitete motiviert und außenstehende Menschen dachten, ich wäre ein netter Kerl. 

Doch was hat das, mit Nevilles Lehren zu tun? Gefühle sind das Geheimnis und durch die Einnahme veränderte sich mein Gefühl. Ich war nicht mehr verbittert und niedergeschlagen, sondern ich freute mich auf den nächsten Morgen, um mir meine Dosis zu geben und in den Tag zu starten. Gefühle verändern unsere Vorstellungen. Ich stellte mir nur schönes vor, sah den Tag als ein Geschenk und freute mich unter Menschen zu sein. Die Arbeitszeit verging schnell und ich hatte das Gefühl, dass die Menschen alle freundlicher geworden sind. Ich hörte und sah nur das, was ich hören und sehen wollte. 

In dieser Zeit veränderte sich mein Leben schlagartig. Ich bekam immer mehr positives Feedback und von überall kamen diverse Aufmerksamkeiten und Geschenke. Genauso hatte ich mir mein Leben vorgestellt, seltsam war nur, dass sich eigentlich nichts verändert hatte. Ich tat die gleiche Arbeit, verkehrte mit den gleichen Menschen und lebte das gleiche Leben. Das einzige was sich veränderte, war mein Gefühl und die Vorstellungen, die ich über den Tag hatte. 

Das ist Nevilles Lehre. Wenn sich unser Gefühl verändert und damit ist eine konstante Stimmungslage gemeint, dann verändern sich unsere Vorstellungen und demnach unser Verhalten und unsere Reaktionen. Schlussendlich passt sich die Außenwelt an unsere Innenwelt an und dass ohne bewusstes zu tun, sondern aus einem unbewussten Impuls. In den Monaten auf Droge geschahen so viele positiven Dinge, die ich erst rückwirkend wahrgenommen habe. 

Wir imaginieren immer unsere Welt. Neville erfand nicht das Gesetz, sondern er studierte es und versuchte Gemeinsamkeiten herauszufiltern, um praktische Methoden zu entwickeln, damit jeder Mensch das Gesetz zielgerichtet anwenden kann. Deshalb spielt es keine Rolle, ob Du Nevilles Lehren anwendest oder nicht, weil unbewusst erschaffst Du sowieso Deine Lebensumstände und musst mit ihnen klar kommen. 

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Die Kehrseite der Medaille

Nun dieser Artikel ist kein Aufruf für Drogen, sondern soll Dir die Lehren von Neville verdeutlichen. So schön das Leben war, wenn ich unter Drogen stand, so schlimmer wurde es, wenn ich die Drogen abgesetzt habe, sei es, weil ich nichts mehr hatte oder weil meine Gesundheit ein gewaltiges Wort mitredete. 

Schon während des Dauerkonsums ging es gesundheitlich bergab, das spürte ich vor allem morgens, bevor ich wieder zu den Drogen griff. In diesem normalen Zustand fühlte ich mich völlig ausgelaugt, hatte Kopfschmerzen und ein leichtes Stechen in der Bauchgegend. Deshalb wusste ich, dass das keine Dauerlösung sein kann und ich zumindest phasenweise eine Auszeit nehmen sollte. Und das tat ich. 

Und schon am ersten Tag schlug das Leben wieder voll zurück. Ich fühlte mich ängstlich, einsam und elendig. Deshalb hatte ich auch lauter Horrorvorstellungen in meinem Kopf. Vorstellungskraft erschafft Realität, demnach wunderte es nicht, dass meine Lebensumstände in den Keller rasten. Ich konnte Ironie nicht mehr von Ernst unterscheiden, deshalb ging ich immer davon aus, dass alle nun gegen mich sind. Ich war leicht reizbar und ließ meinen Frust an andere Menschen aus. Ich hatte keine Motivation mehr, ob für meine Arbeit oder den Sport. Mein Biorhythmus hat sich völlig verschoben. Am Tage war ich sehr müde und hätte nur schlafen können, doch nachts war ich aktiv und kam nicht in den Schlaf. 

Besserungen kamen erst, wenn ich wieder zu den Drogen griff und das von ein auf den anderen Tag. Das zeigt mir heute, dass es zunächst immer eine Beurteilung ist, die den Unterschied ausmacht, weil in der Realität hatte sich nichts verändert. Es war eine Bewegung in der Innenwelt. 

Neville Goddard betont in seinen Werken, dass wir überprüfen können, ob wir in unserem erwünschten Selbstbild sind, indem wir uns unsere Welt anschauen und sofern sich unsere Bewertung verändert hat, können wir davon ausgehen, dass sich unser Selbstbild gewandelt hat. Das gleiche gilt für unser Selbstgespräch. Wenn unser Selbstgespräch mit dem bereits erfüllten Wunsch übereinstimmt, dann ist es ein Indiz dafür, dass wir im neuen Selbstbild sind, andernfalls sollten wir erneut in unsere Imagination gehen und das Gefühl annehmen. 

Verändert sich das Selbstbild, verändert sich das Gefühl. Verändert sich das Gefühl, verändert sich das Selbstgespräch. Verändert sich das Selbstgespräch, verändert sich unser Verhalten und verändert sich unser Verhalten, so verändern sich die Lebensumstände. Das ist das Gesetz der Annahme. Alles beginnt beim Selbstbild. 

Ich habe es aus dem Drogensumpf geschafft, ohne externe Hilfe, sondern indem ich meine Träume wieder ausgrub und wusste, dass ich sie verwirklichen kann, wenn ich davon ausgehe, dass es bereits so ist. Ich stieg in Nevilles Lehren ein und hatte nun einen Leitfaden, wie ich das, was ich erlebt hatte, bewusst nutzen kann, um mein Leben zu genießen. 

Es spielt keine Rolle, was Dir in der Vergangenheit widerfahren ist und wer Du meinst, heute zu sein. Was zählt, ist die Akzeptanz, dass nur Du Dein Leben verändern kannst und dass Du Dich dazu verpflichtest, regelmäßig an Dir zu arbeiten. Blicke zurück und schaue Dir Dein Leben an, Du wirst das Gesetz nicht widerlegen können, Deine Außenwelt war immer ein Ausdruck Deiner Gefühlswelt. 

Schau Dir die Basics an und integriere die Methode in Deinen Alltag, denn dann wirst auch Du zu dem Entschluss kommen: Träume sind nicht verhandelbar!


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Kommentare: 2
  • #1

    Jasi (Samstag, 13 Mai 2017 14:27)

    Deine Geschichte ist wie meine. Nur habe ich es noch nicht geschafft, das andere Selbstbild, länger als 2-3 Tage aufrechtzuerhalten.
    Ich arbeite dran. �

  • #2

    Christiane (Donnerstag, 10 August 2017 16:44)

    Danke für Deine Offenheit. Habe in ähnlicher Richtung auch Erfahrungen. Das liegt lang zurück. Bin vor etwa 15 Jahren darauf gestossen, dass wir spirituelle Wesen sind, das war schon mal wie eine Befreiung ("Ich habs ja immer geahnt..." ;-) ), das ganze lief dann über die "Engelschiene" Richtung "The secret" usw. Doch wahre Veränderung fand immer nur kurzzeitig statt, wenn überhaupt. Vor einigen Monaten fiel mir dann Dein Werk "Erfüllung-Gefühl ist das Geheimnis" in die Hände. Und natürlich nach und nach die weiteren und auch Ugis Bücher. Ich bin nicht die Mega-Überin, aber heute, trotz momentaner widrigen Umstände mit OP's meiner Hunde und meiner Tochter (na klar, alle aufeinmal!!), habe ich gemerkt, dass sich mein Selbstgespräch verändert hat. Völlig entspannt. Das macht mich froh. Es fühlt sich nicht übermäßig unglaublich toll an, sondern einfach nur gut und normal. Passt! Danke! :-)