Auf die kleinen Dingen kommt es an

Sicherlich haben wir viele große Wünsche und jedes Verlangen ist „Gottes Wort“. Es kommt aus den Tiefen unseres Unterbewusstseins und will sich entfalten, dem sollten wir nachgeben, ansonsten erhalten wir die Quittung. Doch gerade wenn man am Anfang steht, muss sich erst ein Glauben an die Lehren aufbauen und kleine Manifestationen helfen uns dabei.

Vertrauen durch Prüfung

Im letzten Monat zog die Mutter meiner Freundin um. Selbstverständlich half ich beim Umzug mit. Einen Tag zuvor packten wir die Kisten und bereiteten alles vor. Zwischen den ganzen Kisten und Möbelstücken stand ihr Schaukelstuhl. Schon als Kind träumte ich davon, dass ich einen eigenen Schaukelstuhl besitze. Ganz leise fragte ich meine Freundin, ob der Stuhl ebenfalls ins neue Haus kommt und sie bejahte es. Es sah nicht so aus, dass ich irgendwann mal sagen könnte, dass es mein eigener Schaukelstuhl ist. Doch ich ließ mich davon nicht beeinflussen, denn ich wusste, dass meine Außenwelt nur ein Abbild meiner Innenwelt ist und es war Zeit für einen weiteren Beweis. Am gleichen Abend ging ich in meine Meditation und stellte mir vor, wie ich auf der Terrasse sitze; in meinem neuen Schaukelstuhl. In meiner imaginativen Szene wippte ich hin und her, während die Sonne schien und ich das schöne Wetter genoss. Das tat ich solange, bis ich irgendwann einschlief. Das war alles, was ich tat. 

Am nächsten Tag war es soweit und der Umzug stand an. Wir räumten ein Möbelstück nach dem anderen in den Transporter, bis ich irgendwann vor dem Schaukelstuhl stand. Schweren Herzens trug ich den Stuhl in den Transporter. Am neuen Haus angekommen, luden wir die Möbelstücke aus und brachten sie ins Haus. Ich griff völlig unbewusst nach dem Schaukelstuhl und brachte ihn rein. Ich stellte ihn irgendwo zwischen den ganzen anderen Möbeln ab und war schon wieder fast auf dem Weg nach draußen, als plötzlich die Mutter meiner Freundin zu mir kam und meinte, dass der Stuhl hier überhaupt nicht hinpasst. Intuitiv sagte ich, dass ich ihn auch nehmen würde und sie willigte ein. Nun sitze ich in meinem Schaukelstuhl und genieße auf der Terrasse das schöne Wetter. Es war vollbracht. 

Mehr als ein Lebensstil

Was mir bei dieser Manifestation bewusst geworden ist, wie wichtig es ist, dass wir unsere Vorstellungskraft als eine permanente Fähigkeit ansehen und nicht als eine „Technik“, die man nur dann nutzt, wenn irgendetwas im argen liegt. Wir erschaffen zu jederzeit unsere Außenwelt, nicht nur während der Meditation. Solche kleinen Wünsche sich hervorragend dazu geeignet, die eigene Göttlichkeit zu prüfen. Jeder Erfolg zieht weiteren Erfolg nach und stärkt unser Vertrauen an das Gesetz und die Lehren von Neville Goddard. Deshalb sollte man sich nicht nur auf die großen Wünsche und Träume konzentrieren, denn häufig erreichen wir sie nicht, weil das notwendige Vertrauen fehlt. 

Stein auf Stein. So wird ein Haus gebaut und genauso sollten wir unser Vertrauen aufbauen, indem wir jedes Verlangen – noch so unbedeutend es sein möge – ernst nehmen und zum Ende gehen, uns vorstellen, dass das Verlangen bereits gestillt ist. Es spielt keine Rolle, ob unser Wunsch ist, dass ein Freund pünktlich am Treffpunkt ist oder dass die Kasse im Superladen frei ist. Wir müssen regelmäßig unsere Vorstellungskraft gezielt nutzen und uns in den Zustand versetzen, wie es wäre, wenn unser Wunsch bereits erfüllt ist.

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Bleibe fokussiert

Wie immer ist es wichtig, dass wir nicht auf die Idee kommen, zu meinen, dass es sowieso passiert wäre. Unser Unterbewusstsein reguliert all unsere Gewohnheiten und vor allem die kleinen Dinge, wie unser Verhalten oder unsere Körpersprache werden vom Unterbewusstsein gesteuert. War es Zufall, dass ich den Schaukelstuhl in den Transporter lud? War es Zufall, dass ich den Schaukelstuhl wieder entlud und genau dort abstellte? War es Zufall, dass ich intuitiv fragte, ob sie mir den Stuhl schenkt? Zufall ist ein Wort ohne Sinn, denn nichts kann ohne Ursache existieren. Die Ursache ist in unserer Vorstellung zu finden, mit der wir unser Unterbewusstsein prägen. Sei vorsichtig, mit welcher Vorstellung Du Dein Unterbewusstsein prägst, denn mit dem Ende wirst Du irgendwann konfrontiert


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